Börnicke wurde 1300 erstmalig urkundlich erwähnt
Friedländer Nonnen des Zisterzienser Orden erhielten so vor
ca.700 Jahren die Besitzrechte über Börnicke. Im 16. Jh. entwickelte sich Börnicke zu einem Gutsdorf. Häufig wechselten die Gutsbesitzer wie von Arnim, von Wrangel, von Barfuß, Geheimer Rat Schindler (Begründer der Schindlerschen Waisenhäuser in Berlin), Ökonomierat Albrecht Philipp Thaer, Otto Franz Theodor Hosemann, Ernst von Mendelssohn-Bartholdy(Mitinhaber des Bankhauses Mendelssohn &Co. in Berlin und Neffe des berühmten Komponisten), sein Sohn Paul von Mendelssohn- Bartholdy verst.1935, Elsa von Kesselstatt
geb. von Lavergne Peguilhen, Ehefrau von Paul von Mendelssohn- Bartholdy . Nach 1945 wird Börnicke durch die Neubauern, die LPG und das VEG geprägt.
Dorf Börnicke Das historisch gewachsene Dorf liegt in der Barnimer Feldmark unweit der Stadt Bernau und ist dort auch eingemeindet.
Im Dorf leben gegenwärtig 503 Einwohner (Stand: 31. 07. 2009).
Das Angerdorf ist geprägt durch den Dorfteich, die Baumalleen, einzelne Bauerngehöfte, ehemalige Landarbeiterhäuser und neuen Eigenheimen.
Dorfkirche Börnicke
Spät-romanische Granitquaderbau aus der Mitte des 13. Jahrhunderts.
Für Brandenburg seltene Bemalung des Gestühls mit Apostelbildern aus dem 17.Jh. im Altarraum durch unbekannten Maler
Schloss Börnicke
1892 erwarb der Commerzienrat, Herr auf Börnicke Ernst Mendelssohn Bartholdy und der Urenkel des Philosophen Moses Mendelssohn das Gut.
Paul, der Sohn des Ernsts von Mendelssohn Bartholdy ließ das Schloss Anfang des 20.Jh. von dem Architekten Bruno Paul umbauen und den Park gestalten.
Gutsanlage Börnicke Das Gutshaus wurde ca. in der Mitte des 19.Jahrhunderts im klassizistischen Stil errichtet.
Es ist somit älter als das Schloss Börnicke, welches im Jahre 1909 auf den Grundmauern seines Vorgängers errichtet wurde.
Das Gutshaus war das Verwaltungszentrum der Gutsanlage.
In den Jahren 2006-2009 wurden das Gutshaus und der ehemalige Pferdestall durch die Stadt Bernau bei Berlin nach Gesichtspunkten des Denkmalschutzes restauriert.
Ehemaliges Schulhaus
1973 nach ca. 300Jahren endete der Unterricht.
Nur die alte Schultafel rechts neben dem Gebäude wird heute noch genutzt als Informationscenter von Börnicke.
Es wurde schon behauptet ein Börnicker braucht nicht mehr zu wissen als auf der Tafel steht